Newsletter #1: Willkommen zum Ersten Newsletter
Willkommen zur allerersten Newsletter-Ausgabe – und das an einem Jahresende…
Ich hoffe, ihr habt alle genauso viel Lust auf mein Wissen – dabei werde ich versuchen, euch hier wirklich nicht mit zu viel ausschweifenden lange Texte zum Finanzmarkt zu präsentieren, sondern gezielt wie bereits im MARKTAUSBLICK, das Wichtigste kurz & knapp zusammengefasst!
Womit wir auch bereits beim Sinn dieses Newsletters wären…
Betrachtet diesen Newsletter eher als eine Ergänzung zum MARKTAUSBLICK, der nur einmal monatlich erscheint. Hiermit kann ich euch auch innerhalb eines Monats mehrfach mit Updates und Neuigkeiten versorgen, die wichtig sind für die aktiven Investoren & Trader unter euch.
und nun… geht´s auch bereits los!
Viel Spaß beim Lesen
Euer JURI
WEIHNACHTSZEIT bis JAHRESENDE
Die besinnliche Weihnachtszeit, eine ruhige Zeit mit Familie und Freunden, ist meist auch die Zeit mit der geringsten Liquidität am Markt. Es laufen einige Algos (kurze Zeiteinheiten um den Markt überhaupt am Laufen zu halten) ansonsten ist wenig los und damit kaum eine starke Trendrichtung die sauber gespielt werden kann.
CLOSING TIME in den USA
24.12. Verkürzt bis 13:00
25.12. Closed
26.12. Open regulär
31.12. Open regulär
01.01. Closed
Die Regel an der Wall Street „die Börse darf nicht länger als drei Tage geschlossen bleiben“ trifft hier wieder einmal zu und die Amerikaner öffnen selbst am zweiten Weihnachtstag die Pforten des globalen Finanzmarktes.
WAS WAR DIE WOCHE LOS?
Das FOMC Meeting am Mittwoch hat die US-Börsen (sowie fast jede andere auf der Welt) mit Kursverlusten von teilweise -3,5% wie an der Nasdaq, in ein „Bloodbath“ verwandelt. Wer meinen letzten MARKTAUSBLICK (No.10) gesehen hat, der wusste ich war bearish eingestellt, da die INFLATION „sticky“ bleibt.
Jerome Powell aka. JPOW hat dann mit den anderen FED Mitgliedern zwar die Zinsen wie erwartet um 0,25 Basispunkten gesenkt – doch sein Wording war so zu deuten, dass eine Pause der Zinssenkungen bevorstehen könnte.
Hier einmal der aktuelle Dot Plot mit den voraussichtlichen Zinssenkungen für 2025.

und hier die Wahrscheinlichkeiten für weitere Senkungen.

Die PCE (Kerninflation) am Freitag war zwar leicht unter den „schlimmer als gedacht“ Erwartungen, jedoch ist sie damit weiterhin stabil und sinkt nicht. Die Marktteilnehmer haben dies zum Grund für eine der größten Eintagsrallys in diesem Jahr gemacht.
Aus meiner Sicht ist dies jedoch ein erster shift im Markt der uns 2025 nicht so stark steigen lassen wird wie noch 2023 und 2024.

SAISONALITÄT
Wir befinden uns natürlich weiterhin in einem Bullenmarkt, der aus den Medianwert mit einer außerordentlichen Rendite hervorsticht. Im Gegensatz zu 2023 hatten wir aber massive Volatilitätsspitzen die ich so vorher nur zu „Crashzeiten“ erlebt habe.
Der 05. August „Flashcrash“ ist den meisten hier sicherlich am besten im Gedächtnis geblieben. Ich meine auch die anderen Korrekturen die wir seit dem Sommer erlebt haben und hier im Chart zur Saisonalität sehr gut zu sehen sind. Tief und schnell waren sie, von außerordentlich hoher Vola geprägt.

COT-DATEN
Was mir ebenfalls weniger gut gefällt: die Positionierung der INSTITUTIONEN.
Sie scheint ähnlich wie die Volatilität am Markt in den letzten Wochen auf und ab zu springen. Jedoch auf einem massiv hohen Level (in unserem Fall auf der SHORT Seite gehedged.)
– Absicherungen zur US-Wahl
– Absicherungen zur Earningsseason
– Absicherungen zur FOMC im November
– Absicherungen zur FOMC im Dezember (Inflation bedingt)

Im Zusammenhang mit US-Märkten am ATH, einem S&P500-Median-KGV von über 21 bewertet (historisch hoch) und einer „sticky Inflation“ scheinen sich die „BIG BOYS“ gegen sinkende Asset-Klassen stark abzusichern und das auf Wochenbasis – das ist nicht so typisch oder gut für einen Markt der konstant steigt und deutet im Unterbau des Marktes auf erste Risse hin.
Ich bin kein Crash-Prophet, aber niemand wird bestreiten können, dass nach der Rally der letzten 2 Jahre viele Assetklassen bereits sehr viel Zukunft einpreisen. Eine mittelfristige Korrektur ist überfällig und dagegen scheinen sich eben auch die Instis in den letzten Wochen abzusichern. Hierzu passt auch, dass die Cashreserven der Fondmanager auf ein Rekordtief gefallen sind.
Hierzu hatte bereits die BofA (Bank of America) gewarnt via „Sell-Trigger“

WIE LASSEN SICH SOLCHE EVENTS TRADEN?
Da besteht Variante No.1 – Ihr bleibt flat am Seitenrand und wartet, legt euch mithilfe meines MARKTAUSBLICKs auf die Lauer um gezielt in den Indizes oder Einzelaktien einzusteigen.
Variante No.2 ist die aktivere, die „trade what you see“ beinhaltet. Ihr geht ein kalkuliertes Risko ein und erhaltet dafür einen kalkulierten Gewinn, auch CRV genannt (Chance-Risiko-Verhältnis.)
Innerhalb der DISCORD -Community hatten wir uns am Mittwoch dazu auf die SHORT-Seite gestellt und am Freitag auf die LONG-Seite. Wobei ich zugeben muss, dass ich am Freitag viel zu früh ausgestiegen bin. Aber so ist es eben manchmal… Hauptsache wir profitieren von beiden Richtungen.


…und nun wünsche ich euch allen eine besinnliche und entspannte Weihnachtszeit im Kreise eurer Liebsten!
Euer Juri
